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Auto & Verkehr „Man ist so alt, wie man sich fühlt.“

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„Man ist so alt, wie man sich fühlt.“

"Jeder zweite Verkehrsunfalltote im Ballungsraum München ist über 65 Jahre. In der Mehrzahl wurden die Unfälle von den Opfern selbst verschuldet."

Die Münchner Verkehrspolizei informiert und gibt Anregungen für die Verkehrsteilnahme älterer Menschen insbesondere als Fußgänger und Radfahrer.

 

Die Lebenserwartung der Menschen steigt ständig an. Wissenschaftlichen Studien zufolge wird der Bevölkerungsanteil der Personen, die älter als 60 Jahre sind bis zum Jahr 2050 um ein Drittel bis 50 Prozent zunehmen. Die Zahl der sogenannten Hochbetagten (über 80 Jahre) wird sich bis dahin verdreifachen.

Senioren sind mobil und werden künftig wesentlich mobiler sein als frühere Generationen. Insbesondere für ältere Menschen bedeutet Mobilität auch Lebensqualität.

Nicht selten sind jedoch Einschränkungen in der Wahrnehmung und Konzentrationsschwächen Gründe, warum sich Senioren im Straßenverkehr unsicher verhalten und - wenn es sich um komplexe Abläufe handelt - leicht den Überblick verlieren.

 

Wenngleich die älteren Verkehrsteilnehmer normalerweise die altersbedingten körperlichen Defizite durch größere Erfahrung und eine weniger riskante Fahrweise kompensieren, verlieren sie insbesondere in komplexen Verkehrsituationen leichter die Übersicht.

 

Alt sind immer nur die Anderen.

 

In der Statistik werden Senioren durch ein Lebensalter ab 65 Jahren und damit dem Rentenalter definiert.
Die oben genannten altersbedingten körperlichen Defizite treten jedoch nicht mit einem bestimmten Alter ein. Vielmehr handelt es sich um einen schleichenden Prozess, der medizinisch bereits ab dem 35. Lebensjahr mehr oder weniger stark einsetzt. Eine oft über viele Jahre schleichende Verschlechterung kann lange Jahre ausgeglichen werden, bis die Mängel offen zu Tage treten oder im Rahmen einer medizinischen Untersuchung festgestellt werden.
Letztlich begreift sich kein Mensch als „Senior“, egal wie alt er ist.

 

Ein kleiner Einblick in die Statistik

 

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden waren 2005 bundesweit in der Altersgruppe über 65 Jahren bei den Unfällen mit Personenschäden Vorfahrts- und Vorrangfehler mit 22 % die häufigste Unfallursache. Danach kommen falsches Verhalten beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Ein- und Ausfahren mit 19 %.

 

Im Ballungsraum München wird das Mobilitätsbedürfnis vorrangig durch die Verkehrsteilnahme als Fußgänger und Radfahrer befriedigt.
Dies schlägt sich auch in den Verkehrsunfallzahlen nieder.

Besonders auffällig ist jedoch, dass 53,3 % der Verkehrsunfalltoten Senioren sind.
In 62 % aller Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Senioren waren diese auch Unfallverursacher.

 

Im Stadtgebiet verunglücken die meisten Senioren als Fußgänger (über 70%). Meist weil sie unvermittelt auf die Fahrbahn treten oder Lichtzeichen nicht beachten.

 

Im Verhältnis zu allen Hauptunfallursachen führen bei Senioren vor allem körperliche und geistige Mängel zu Verkehrsunfällen.

 

Fragen, die Sie sich stellen sollten:

  • Schätzen sie ihre Fähigkeiten jederzeit richtig ein?
  • Hören sie noch gut?
  • Wie steht es um ihr Sehvermögen? Ist die Brillenstärke noch ausreichend?
  • Hat ihre Reaktionsfähigkeit und Beweglichkeit nachgelassen?
  • Haben sie Medikamente eingenommen, die ihre Verkehrsteilnahme einschränken oder erst ermöglichen?

 

Tipps für Fußgänger

  • Nutzen sie zum Überqueren von Fahrbahnen nur gesicherte Stellen, z.B. Fußgängerüberwege
  • Treten sie nicht zwischen Sichthindernissen auf die Fahrbahn
  • Queren sie die Fahrbahn nur bei Grün, gehen sie nicht mehr, wenn die Ampel schon lange Grünlicht zeigt.
  • Achten sie auf ihre eigene Erkennbarkeit z.B. durch helle Kleidung oder Reflexstreifen an Schuhen oder als Zubehör.
  • Halten sie Blickkontakt zum Fahrzeugführer, wenn sie mehrere Fahrstreifen queren müssen zu allen Fahrzeugführern.

 

Tipps für Radfahrer

  • Halten sie an Kreuzungen und Einmündungen Blickkontakt mit dem Fahrzeugführer.
  • Hängen sie Gepäck oder Taschen nicht an den Lenker.
  • Ist ihr Fahrrad verkehrssicher? (insbesondere Beleuchtung und Bremsen)
  • Fahren sie nur mit Helm.

 

Verkehrsunfallprävention der Münchner Polizei

 

Speziell für die in der Stadt und im Landkreis München lebenden Senioren hat die Münchner Verkehrspolizei ein Konzept zur Verbesserung ihrer Sicherheit im Straßenverkehr erarbeitet. Wir zählen auf ein konsequentes Miteinander zwischen den älteren Verkehrsteilnehmern und der Münchner Polizei. Dieses Präventionskonzept wird seit dem Jahr 2004 mit verschiedenen Partnern erfolgreich umgesetzt.

Neben Informationsveranstaltungen speziell für Senioren, bei denen auch in der Praxis trainiert wird, bietet die Münchner Verkehrspolizei auch freiwillige Sehtests.
In einem modernen Fahrsimulator können sie ihr fahrerisches Talent und ihre Reaktionsschnelligkeit unter Beweis stellen.

In der Fußgängerzone oder stark frequentierten Plätzen bietet die Polizei mit einem mobilen Informationspavillon die Möglichkeit zu Gesprächen und informiert über Unfallgefahren, sicheres Verkehrsverhalten und neue oder unbekannte Verkehrsvorschriften..

Nach jedem Verkehrsunfall, bei dem ein älterer Mensch schwer verletzt oder getötet wurde, wird der Informationspavillon nahe der Unfallstelle aufgebaut. Speziell geschulte Beamte sprechen dort gezielt ältere Verkehrsteilnehmer auf den Unfall an, über den diese oft schon in der Presse gelesen haben. Dabei werden mögliche Unfallursachen, sowie Strategien zur Vermeidung von Unfallgefahren aufgezeigt.

 

Das Polizeipräsidium München appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich besonders gegenüber älteren Menschen vorsichtig und rücksichtsvoll zu verhalten. Dazu sind sie übrigens auch nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) verpflichtet.

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