Kaffefahrten
Für sogenannte „Kaffeefahrten“ wird mit der Aussicht
auf gesellige Ausflüge in schöne Landschaften
oder reizvolle Städte geworben – Ausflüge, die zudem dem Anschein nach besonders preiswert sind. Oftmals geht es den Veranstaltern aber nur um eines: Seniorinnen und Senioren in eine Situation zu bringen, in der sie Waren zu stark überhöhten Preisen kaufen. Auch hier gehen die Veranstalter geschickt vor. So kann es passieren, dass sie während der Fahrt angebliche Familienfotos zeigen, um eine scheinbar persönliche Atmosphäre zu erzeugen. Häufig wird darauf verwiesen, dass der Veranstalter mit der preisgünstigen Fahrt eine „großzügige“ Vorleistung erbracht habe und man nun von den Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Gegenleistung – nämlich den Kauf der Produkte – erwarte. Im Rahmen der Verkaufsveranstaltung wird dann hervorgehoben, es gebe nur noch ganz wenige Exemplare des Produkts oder das Angebot bestehe nur hier und heute. Verkäufer bei Kaffeefahrten verstehen sich häufig darauf, Ängste zu schüren – etwa indem sie vor drohenden gesundheitlichen Schäden warnen, wenn ein angeblich gesundheitsförderndes (in Wirklichkeit oft nutzloses oder gar schädliches) Produkt nicht erworben wird. Teilweise werden scheinbare Mitreisende,
in Wahrheit Helfer des Verkäufers, als „Eisbrecher“ eingesetzt, die Waren kaufen und
dadurch andere zum Kauf animieren sollen. In einzelnen Fällen berichteten Teilnehmerinnen
und Teilnehmer an Kaffeefahrten sogar, dass ihnen gedroht wurde, der Bus werde erst dann
wieder nach Hause fahren, wenn entsprechende Umsätze erzielt worden seien.
Tipp: Nichts kaufen, die Fahrt geniessen oder gar nicht teilnehmen. Meistens handelt es sich auch um minderwertige Produkte, welche Sie in dem einen oder anderen Geschäft für 1/20 in € bekommen...
Informationsquelle:
„ R a t e m a l , w e r d r a n i s t ? “
S o s c h ü t z e n S i e s i c h v o r B e t r ü g e r n u n d T r i c k d i e b e n
www.bmfsfj.de
Diese Broschüre ist Teil der Öffentlichkeitsarbeit der Bundesregierung;
sie wird kostenlos abgegeben und ist nicht zum Verkauf bestimmt.
Herausgeber:
Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend11018 Berlinwww.bmfsfj.de
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