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Dr. Woyth: Leserbrief: Ärztemangel durch Bürokratie und Gängelei

 

Dr. Woyth: Leserbrief: Ärztemangel durch Bürokratie und Gängelei
Liebe Leserinen und Leser,

Wissen Sie wie schwer es für uns Ärzte ist, für unsere Patienten da zu sein und ihnen zu helfen?

Anbei ein Beispiel:

Als Hausarzt stehe ich täglich an der Erklärungsfront für die "aut idem" Regel(Quelle APK: ein wirkstoffgleiches preisgünstigeres Arzneimittel abzugeben, falls der verordnende Arzt dies nicht ausdrücklich durch ein Kreuz im Aut-idem-Kästchen des Rezeptvordrucks ausgeschlossen hat. Dabei ist auf gleiche Wirkstärke, gleiche Darreichungsform und in etwa gleiche Packungsgröße zu achten) . Ich verordne in 90 Prozent der Fälle Generika und gerate dennoch seit 3 Jahren jedesmal in eine vom Gesetzgeber angeordnete Wirtschaftlichkeitsprüfung, in der ich mit meinem Privatvermögen für meine Verordnungen hafte, das heißt, wenn ich zu viel oder das nicht genehmigte Rezept verschreibe) . Der zusätzlicher Arbeitsaufwand ist enorm, um lediglich der Behörden und dessen Vernetzung, Berichterstattung zu leisten, ich würde lieber die Zeit für meine Patienten widmen!Wnn man unserer Verantwortung von Handhabung von Rezepten nicht vertraut, wie kann man dann uns Vertrauen, wenn man Menschen mit ihren Krankheiten behandelt? Dies stellt eine im europäischen Vergleich einmalige Gängelei von Ärzten dar, die mit dazu beiträgt, das für viele der frei werdenden Arztsitze in den nächsten Jahren, keine Nachfolger mehr zu finden sein werden.

Ein HInweis und Zitat von der Webseite http://www.cecu.de


Die Aut-idem-Regelung fällt in den Bereich des Apothekenrechts und erlaubt dem behandelnden Arzt, auf dem Rezept einen Wirkstoff zu verschreiben, während der Apotheker dazu befugt wird, das entsprechende Medikament zu verabreichen


Dabei muss darauf geachtet werden, dass für den Patienten keine Nachteile entstehen. Von der Wirtschaftlichkeit her gesehen ergeben sich durch die Aut-idem-Regelung Einsparmöglichkeiten. Auf dem Rezept selbst führt der Arzt zwar ein gewünschtes Medikament an, erlaubt dem Apotheker aber gleichzeitig, durch das Ankreuzen von „Aut-idem“ auch ein wirkungsgleiches, anderes Medikament zu verabreichen. Dieses wird als Generikum bezeichnet und kostet meistens weitaus weniger als teure Originalpräparate.

Während diese Generika von der Wirkung und von den Inhaltsstoffen her gleichwertig sind, können unter Umständen Unterschiede hinsichtlich der Farb- und Konservierungsstoffe und Geschmacksstoffe bestehen. Ebenso können Medikamente, die nach der Aut-idem-Regelung verschrieben werden, von der Aufnahme am Zielort im Körper unterschiedlich sein. Es gilt aber stets darauf zu achten, dass der medizinische Erfolg derselbe ist und die Einsparmöglichkeiten nicht auf Kosten der Patienten durchgeführt werden.


Dr. med. Charles Woyth
Arzt für Allgemeinmedizin
Alt-Wittenau 60
13437 Berlin

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