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Der Ostsee-Segel-Tourn nach Kopenhagen!

 

Nach zweijähriger Bauzeit mit einem Bootsbauer u.einem Tischler hatte mein

Freund Werner seinen Segelbootsbau vollendet."Albatros"war der Name u.

wurde Im Juni 1969 von unserer Tochter getauft.Bei dem Segelboot handelt es

sich um einen Lang-Kieler:ca.9mLänge,3m Breite 3,5 t schwer,ein Wankelmotor

Drehscheibe vom Ro 8,Der Rumpf ist aus GfK,der Ausbau besteht aus Mahagoni

mit Teek-Deck,Segelfläche 35 Qm.

Wir wollten zu Dritt den ersten Segeltourn nach Kopenhagen unternehmen,Dieter

Wenig,ein richtiger Fahrensmann u.Segler aus Eckernförde,er war 1944 mit seinem

Vater,Mutter,Oma u.fünf Geschwistern aus Ostpreußen über die Ostsee geflüchtet.

Sein Vater war Fischer mit einem kleinen Kutter,sprach dem Alkohol stark zu u.schlug

nicht nur oft seine Frau,sondern verdrosch auch die Kinder.Dieter haute von zu Hause

mit fünfzehn ab u.fing als Moses bei einem dänischen Steinfischer an zur See zu fahren.

In Dänemark erlernte er nicht nur die Sprache,sondern auch das harte Seefahrerleben,der

Kapitän hat ihn aber als Sohnersatz aufgenommen u.so konnte er in Swendboorg die Seefahrt-

Schule besuchen u. das Steuermannspatent auf kleiner Fahrt machen.Nach zwölf Jahren

hatte er die Schnauze voll u.wechselte nach Eckernförde u.fand eine Stelle an der TVA

(Torpedoversuchsanstalt der Bundeswehr)Vorhergegangen war ein schwerer Sturz an Bord

des Dänen,sein Rücken war versteift worden.

Der Eigner Werner war in Lübeck Polizist u.segelte bis dahin einen 15er Jollenkreuzer.

Ich hatte ein Junior-Fokeboot u.Dieter segelt ein Holländisches Waarshipp.Es sollte passen

dachten wir,zu Dritt geht aber nicht immer gut,Zwei tun sich zusammen u.der Dritte leidet.

Dieses Wechselspiel haben wir aber einigermaßen zwei Wochen durchgestanden.

Werner holte Dieter vom Bahnhof Lübeck mit dem Auto ab,dann den kleinen Weg zu mir,es

wurden dann von Uns im Supermarkt Lebensmittel u.Bier u.Schabau eingekauft u.ab gings an

Bord.Schnell waren die Sachen verstaut,Der Wankelmotor sollte angeworfen werden,leider

Tote Hose,das Biest wollte nicht anspringen,es passierte auf der ganzen Reise immer wieder,

kurz vor dem Hafen wurde gebetet,auch Wetten haben wir abgeschlossen,springt er an,ja oder

nein.Wenn die kleine Biene einmal lief,schnurte er wie eine Nähmaschine.

Am erste Tag kamen wir bis Haesnees hinter Gedser,zwei Dosen Erbsensuppe geöffnet,Herd

angeworfen,Bier dazu als Nachtisch ein Schnäppschen oder waren es zwei?

Die Fronten an Bord waren schnell geklärt:Dieter als erfahrener Seemann übernahm sofort das

Komando,mich hatte er als Fockaffen eingeteilt u.der Eigner Werner wurde als Springer u.zum

Herausreichen der Getränke u.Lebensmittel u.als Springer verdonnert.

Für den nächsten Tag war Starkwind über Kiel Radio verkündet worden:"Watt sagt Dieter wir

sind doch Segler u.haben doch Schwimmwesten u.Reffen können wir auch"Ich mußte ein blaues

Frottee-Handtuch ans Ende des Baumes zum Reffen mit eindrehen damit das Segel auch noch

gut stand,fünf Umdrehungen den Baum gedreht-Ende,das Groß-Segel war verkleinert.

Wir hatten den Hafen kaum verlassen,kamen um die Ecke vom Grönsund,da bekamen wir schon

ordentlich Einen auf die Mütze,sechs Windstärken u.einen Seegang nicht von schlechten Eltern.

"Albatros"ächstsze u.knallte in die Wellen,für Dieter kam richtig Freude auf,wir beiden Anderen

hatten zwar keine Angst,fürchteten uns nur etwas.In gelbem Ölzeug eingemummelt,die Brecher

schön ins Gesicht so kamen wir gegen Abend zum Sund,der Nord-West hatte noch mehr zugelegt,

Ich wurde von Dieter mit Leifbelt eingepiekt aufs Vorschiff gejagt,die Fock muß runter,außerdem

muß das Schott zum Schiff eingesetzt werden,Aufgaben für Werner,er blieb gleich unter Deck

mit einer Pütz vor dem Gesicht(Seekrank)ein Mann fiel also total aus.Ich kroch auf allen Vieren

aufs Vorschiff,fest verbunden mit dem Leifbelt am Boot u.rupste die kleine Fock runter,wurde

aber so vom Seegang geduscht,daß ich patschnaß wieder in der Plicht ankam,Dieter lachte nur.

Er kannte alle dänischen Häfen wie seine Westentasche u.so wollten wir mit Motorkraft nach

Dragör einlaufen,wollten,wenn nur der Motor ansprang,was er ums Verrecken nicht wollte-Schei...

"Mäuseschei..."waren nur die Worte von Dieter,also unter gerefftem Großsegel in den alten

Fischereihafen.Die Dänen haben in der Mitte des Hafenbecken einen relatief dünnen Dalben

gerammt,hier kann man kurz festmachen,Segel-Setzen,auch wenn man ankommt zum Anlegen,

peilen wo ein Liegeplatz frei ist.

Werner u. ich mußten nun mit einer Festmacherleine aufs Vorschiff,das eine Ende am Bug fest

angeschlegen u.dann die Leine um den Dalben auf Slipp gelegt zurück zur Festmacherklampe.

Dieters Aufschießer klappte fantastisch,Werner legte die Leine um den Dalben u.gab ihn mir zum

Festmachen.Durch Werners Seekrankheit bedingt oder seiner Dusselheit umfaßte er mit beiden

Händen den Dalben,"Albatros driftete etwas zurück u.Werner hing wie ein Affe am Dalben u.

rutschte ganz langsam Richtung Wasser.Bis ich das Boot so dicht an den Dalben geholt hatte,

war es bis zum Bauch im Wasser.Nun kam die Stunde von Dieter,er kroch Richtung Bug u.packte

den Werner an einem Arm u.zerrte ihn an Bord:"Du Blödmann,da kann man absaufen"seine Worte.

Nachdem wir uns trockene Klamotten angezogen hatten wurde erst Mal ein großer Schluck Rum

aus der Buddel genommen.Das Groß-Segel lag noch an Deck u.wurde von uns ausgerefft,oh jeh

oh jeh,was mußten wir sehen am Ende unten am noch neuen Segel alles "Blau",das Frottee-Handtuch

was durch das Salzwasser auf das Gr0ß-Segel richtig schön abgefärbt.Das Gefluche u.Geschimpfe

vom Eigner Werner war über den ganzen Hafen zu hören:"Ihr idioten,Schwachköpfe,Stümper"die

härtesten Worte lasse ich weg,.wir haben dann versucht mit Waschmittel u.einer Kannenbürste das

Segel zu reinigen,es gelang nur zum Teil,so mußte Werner die nächsten Jahre mit einem etwas

eingefärbten Teil über die Ostsee eiern.

Der Sturm ließ in den nächsten Tagen etwas nach u.wir hatten in Kopenhagen noch schöne Tage

mit viel Spaß,kannten die Stärken u.Schwächen des Anderen genau u.richteten uns danach.

Viele Seglergrüße

Der Alte Segler Fritz

Aus dem Logbuch,August 1969

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