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Gesundheit: Der Herzinfakt und seine T?cken!

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Gesundheit: Der Herzinfakt und seine T?cken!

Der Herzinfarkt, Herzanfall oder Myokardinfarkt (umgangssprachlich auch Herzkasper) ist eine akute und lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens. Es handelt sich um Absterben oder Gewebsuntergang (Infarkt) von Teilen des Herzmuskels (Myokard) auf Grund einer Durchblutungsst?rung (Isch?mie), die in der Regel l?nger als 20 Minuten besteht.

  • Leitsymptom des Herzinfarktes ist ein pl?tzlich auftretender, mehr als 20 Minuten anhaltender und meist starker Schmerz im Brustbereich, der in die Schultern, Arme, Unterkiefer und Oberbauch ausstrahlen kann. Er wird oft von Schwei?ausbr?chen, ?belkeit und evtl. Erbrechen begleitet. Allerdings treten bei etwa 25 % aller Herzinfarkte nur geringe oder keine Beschwerden auf. Im Gegensatz zum Angina-Pectoris-Anfall kommt es beim Herzinfarkt immer zum kompletten Gewebsuntergang eines Teils des Herzmuskels, in den meisten F?llen durch Blutgerinnsel in einer arteriosklerotisch ver?nderten Engstelle eines Herzkranzgef??es. In der Akutphase eines Herzinfarktes treten h?ufig gef?hrliche Herzrhythmusst?rungen auf. Auch kleinere Infarkte f?hren nicht selten ?ber Kammerflimmern zum Sekundenherztod, etwa 30 % aller Todesf?lle beim Herzinfarkt ereignen sich vor jeder Laienhilfe oder medizinischen Therapie.

Risikofaktoren

 

Altersunabh?ngige Hauptrisikofaktoren f?r eine Erkrankung der Herzkranzgef??e sind

Stress

Ausl?sende Faktoren f?r einen Infarkt k?nnen pl?tzliche Belastungen und Stress-Situationen mit starken Blutdruckschwankungen sein, 40 % aller Infarkte ereignen sich in den fr?hen Morgenstunden (zwischen 6 und 10 Uhr). Die meisten Infarkte treten montags auf, erstaunlicherweise auch bei Rentnern nach dem 60. Lebensjahr.

Der Anteil von psychosozialen Faktoren wie Depression, Angst, Pers?nlichkeit, Charakter, sozialer Isolation und chronischem Stress bei der Entstehung einer KHK wird zurzeit noch untersucht, da einerseits Stress auch bekannte Faktoren wie bekannt gesundheitssch?dliches Verhalten (Rauchen, falsche Ern?hrung, etc.) beeinflusst, aber andererseits auch direkte pathophysiologische Mechanismen diskutiert werden: Beispielsweise eine Aktivierung von Blutpl?ttchen oder des euroendokrinen Systems mit Aussch?ttung von Stresshormonen mit Verengung der Blutgef??e, Verschlechterung der Flie?eigenschaften des Blutes sowie Anstieg von Herzfrequenz und Blutdruck. Eine Studie aus dem Jahre 2006 zur Zeit der Fu?ball-Weltmeisterschaft hat gezeigt, dass Emotionen verbunden mit Fu?ball das Risiko f?r einen Infarkt erheblich steigern, und dass dies besonders zutrifft f?r Leute, die eine bekannte koronare Herzkrankheit haben.

Alkohol

Ob der regelm??ige Konsum von wenig Alkohol das Herzinfarktrisiko senkt, ist umstritten. Beim ?berm??igem Alkoholkonsum jedenfalls steigt das Risiko von Herzinfarkten und anderen schweren Erkrankungen.

Weitere Risikofaktoren

Ein erh?hter Blutspiegel von Homocystein) ist ebenfalls ein unabh?ngiger Risikofaktor, die verf?gbaren Therapieans?tze zur Senkung des Homocysteinspiegels f?hren allerdings nicht zu einer Senkung des kardiovaskul?ren Risikos.

Auch ein niedriger Blutspiegel des Vitamin D3 (25-Hydroxy-Cholecalciferol) korreliert m?glicherweise mit einem erh?hten Infarktrisiko. In einer prospektiven Fall-Kontroll-Studie konnte gezeigt werden, dass M?nner mit niedrigeren Vitamin D3-Spiegeln ein doppelt so hohes Infarktrisiko hatten wie jene mit h?heren. Bei M?nner mit mittleren Spiegeln an Vitamin D3 (15,0?22,5 ng/ml) waren im Vergleich zu jenen mit h?heren offenbar noch vermehrt infarktgef?hrdet. Ob dies in einer mangelhaften Zufuhr des Vitamin D oder einem verminderten Umbau des 7-Dehydrocholesterol bzw. 25-Hydroxy-Cholecalciferol in der Leber und Haut begr?ndet ist, der auf einer auch f?r den Herzinfarkt urs?chlichen Disposition beruhen k?nnte, wurde nicht untersucht.

Krankheitsbild

Symptome

 

 

Die meisten Patienten klagen ?ber Brustschmerzen unterschiedlicher St?rke und Qualit?t. Typisch ist ein starkes Druckgef?hl hinter dem Brustbein oder Engegef?hl im ganzen Brustkorb (als ob ?jemand auf einem sitzen w?rde?). Auch stechende oder rei?ende Schmerzen werden beschrieben. Die Schmerzen k?nnen in die Arme (h?ufiger links), den Hals, die Schulter, den Oberbauch oder den R?cken ausstrahlen. Oft wird von einem ?Vernichtungsschmerz? gesprochen, der mit Atemnot, ?belkeit und Angstgef?hl (?Todesangst?) einher geht.

Im Gegensatz zum Angina-pectoris-Anfall bessern sich diese Beschwerden nicht durch Anwendung von Nitroglycerin.

Frauen sowie ?ltere Patienten zeigen im Vergleich zu M?nnern bzw. j?ngeren Patienten h?ufiger atypische, diffusere Symptome. Die Symptome k?nnen insbesondere bei Frauen diffuser und weniger typisch als bei M?nnern ausfallen; h?ufig sind es Atemnot, Schw?che, Magenverstimmungen und k?rperliche Ersch?pfungszust?nde. Ersch?pfung, Schlafst?rungen und Atemnot wurden als h?ufig auftretende Symptome genannt, welche bereits bis zu einem Monat vor dem eigentlichen Infarktereignis auftreten k?nnen. Schmerzen im Brustkorb k?nnen bei Frauen eine geringere Voraussagekraft haben als bei M?nnern. Manche Herzinfarkte verursachen keine, nur geringe oder untypische Symptome und werden erst nachtr?glich diagnostiziert, meist anl?sslich einer EKG-Untersuchung. So wurde mehr als ein Viertel der in den 30 Jahren der Framingham-Studie diagnostizierten Infarkte nur auf Grund der routinem??ig angefertigten EKG festgestellt, fast die H?lfte von ihnen war ohne Symptome verlaufen (?stille? oder ?stumme? Infarkte). Der Anteil unbemerkter Infarkte war bei Frauen (35 %) h?her als bei M?nnern (28 %). Von den mehr als 430.000 Patienten, die 1994 bis 1998 in 1674 US-amerikanischen Krankenh?usern in das Register National Registry of Myocardial Infarction 2 aufgenommen wurden, hatten 33 % bei Krankenhausaufnahme keine Brustschmerzen. Innerhalb dieses Kollektivs von Patienten ohne Brustschmerzen fanden sich mehr (49 %) Frauen als im Kollektiv mit Brustschmerzen (38 %), die Patienten waren im Durchschnitt sieben Jahre ?lter und h?ufiger zuckerkrank (32,6 %) als Patienten mit Brustschmerzen (25,4 %)

Klinische Zeichen

Die Befunde der k?rperlichen Untersuchung sind variabel, sie reichen vom Normalbefund eines unbeeintr?chtigten Patienten bis hin zum bewusstlosen Patienten mit einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Eindeutige klinische Zeichen des Herzinfarktes gibt es zwar nicht, typisch aber ist der Gesamteindruck eines schmerzgeplagten Patienten mit Bl?sse, ?ngstlich wirkendem Gesichtsausdruck, Erbrechen und Schwei?neigung.

Andere Befunde weisen bereits auf eingetretene Komplikationen hin:

 

 

Das wichtigste Untersuchungsverfahren bei Infarktverdacht ist das EKG. Auch f?r die Erkennung und Beurteilung von Herzrhythmusst?rungen als h?ufige Komplikation eines Infarktes ist das EKG von entscheidender Bedeutung. Um Extrasystolen, Kammerflimmern und AV-Blockierungen in der Akutphase so rasch wie m?glich erkennen und ggf. behandeln zu k?nnen, wird in der Akutphase eine kontinuierliche EKG-?berwachung (EKG-Monitoring) durchgef?hrt.

Im Anschluss an die Akutphase dient ein Belastungs-EKG der Beurteilung der Belastbarkeit und Erkennung fortbestehender Durchblutungsst?rungen des Herzmuskels, ein Langzeit-EKG der Aufdeckung anderweitig unbemerkter Herzrhythmusst?rungen.

 

 

Bildgebende Verfahren

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiografie) zeigt beim Herzinfarkt eine Wandbewegungsst?rung im betroffenen Herzmuskelbereich. Da das Ausma? dieser Wandbewegungsst?rung f?r die Prognose des Patienten sehr wichtig ist, wird die Untersuchung bei fast allen Infarktpatienten durchgef?hrt. In der Akutphase liefert die Echokardiografie bei diagnostischen Unsicherheiten und Komplikationen wichtige Zusatzinformationen, weil sie hilft, die Pumpfunktion und evtl. Einrisse (Ruptur) des Herzmuskels, Schlussunf?higkeiten der Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienz) und Fl?ssigkeitsansammlungen im Herzbeutel (Perikarderguss) zuverl?ssig zu beurteilen.

Die Gef??darstellung (Angiografie) der Herzkranzgef??e im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung erlaubt den direkten Nachweis von Verschl?ssen und Verengungen. Sie wird entweder so fr?h wie m?glich als Notfall-Untersuchung zur Vorbereitung einer PTCA (vgl. Reperfusionstherapie) oder im weiteren Verlauf bei Hinweisen auf fortbestehende Durchblutungsst?rungen des Herzmuskels durchgef?hrt. Nachteilig kann die hohe Strahlenbelastung von bis zu 14,52 mSv sein. Das ist so viel wie bei 725 R?ntgen-Thorax-Bildern. Jedes Jahr werden weltweit mehrere Milliarden Bilder mithilfe von Strahlentechnik angefertigt - ungef?hr ein Drittel dieser Aufnahmen bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt. Zwischen den Jahren 1980 und 2006 ist die j?hrliche Dosis um sch?tzungsweise 700 % angestiegen.

Diagnostik

G?ngige und neuere Diagnoseverfahren

Die Diagnose Herzinfarkt wird gestellt, wenn einer der so genannten ?Biomarker? (vorzugshalber kardiales Troponin,) im Blut erh?ht und mindestens eines der folgenden Kriterien erf?llt ist:

  • typische EKG-Ver?nderungen oder
  • typische Brustschmerzen oder
  • unl?ngst durchgef?hrte Intervention an einem Herzkranzgef?? (beispielsweise eine PTCA).

Die Blutkonzentration der Biomarker Troponin und CK-MB steigt allerdings erst nach drei bis sechs Stunden an, so dass eine verl?ssliche Diagnose bisher erst nach vier bis sechs Stunden m?glich war.

Neuesten Studien zufolge kann nun eine schnellere und spezifischere Diagnose mittels des neu entdeckten Herzmarkers Glykogenphosphorylase BB (GPBB) zeitnah erfolgen. Bereits ab der ersten Stunde kann durch GPBB ein Herzinfarkt diagnostiziert werden, so dass die Gefahr der irreversiblen Sch?digung des Herzgewebes einged?mmt werden kann. In dieser Akutphase ist das wichtigste Untersuchungsverfahren ein so schnell wie m?glich angefertigtes EKG. Beim Nachweis von ST-Strecken-Hebungen wird mit einer diagnostischen Sicherheit von ?ber 95 % von einem Infarkt ausgegangen und die entsprechende Behandlung m?glichst unverz?glich eingeleitet. Zeigt das EKG hingegen ST-Strecken-Senkungen oder keine Ver?nderungen, so kann ein Infarkt anhand der Biomarker erst sechs Stunden nach Beginn der Symptome mit Sicherheit ausgeschlossen oder best?tigt werden. Bei diagnostischer Unsicherheit in dieser Phase kann der Nachweis einer Wandbewegungsst?rung in der Echokardiografie helfen, die Wahrscheinlichkeit und das Ausma? eines Infarktes besser einzusch?tzen.

.Quelle: Wikipedia

Auch die Infarktdiagnostik ist mit m?glichen Fehlern behaftet: Bei einigen Patienten (in einer Untersuchung 0,8 %), vor allem bei ?lteren Patienten und solchen mit Diabetes mellitus, wird auch im Krankenhaus der Infarkt nicht richtig erkannt.

Erste Hilfe

Die ersten Minuten und Stunden eines Herzinfarktes sind f?r den Patienten von entscheidender Bedeutung.

Innerhalb der ersten Stunde (der so genannten goldenen Stunde oder golden hour) bestehen gute Aussichten, den Gef??verschluss durch eine Lysetherapie oder Herzkatheterbehandlung fast vollst?ndig r?ckg?ngig zu machen. Daher steht die unverz?gliche Alarmierung des Rettungsdienstes an erster Stelle der f?r Laien sinnvollen Ma?nahmen. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt f?r diese Situation.

  • Nicht warten
  • Rettungsdienst ?ber die Rufnummer 112 (oder die ?rtliche Notrufnummer) alarmieren und Verdacht auf Herzinfarkt ?u?ern
  • Nicht selbst mit dem Auto in die Klinik fahren

Die Gefahr des Herzstillstandes durch Kammerflimmern ist in der ersten Stunde am gr??ten. Nur durch eine rasch einsetzende Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Ersthelfer und Rettungsdienst kann in diesem Fall der Tod oder schwere Sch?den durch Sauerstoffunterversorgung des Gehirns verhindert werden. Durch eine Defibrillation durch den Notarzt oder mittels eines ?ffentlich zug?nglichen automatisierten externen Defibrillators, der durch Laien bedient werden kann, besteht die M?glichkeit, dass das Kammerflimmern gestoppt wird und sich wieder ein stabiler Eigenrhythmus einstellt.

 

Quelle: Wikipedia

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