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Segeltörn: MIt dem IF-Boot im Schärengarten" Die kleine Insel Skäps"

Die kleine Insel Skäps
Nord 57°32`700`` East 16°39`827`` Bild_38
Meine Frau Lisa und ich wollen im Juni 1994 mit unserer "Caringa", eine Marieholm 26‐
Nr. 255, in die Schären über Bornholm Richtung Stockholm segeln. Michael Pfeiffer,
Eigner einer Corlin Archer und alter Fahrensmann, berichteten wir von unserem Plan
des Tourns und er gab uns wertvolle Tipps: „Ihr kauft euch in Kalmar beim
Schiffsausrüster den neuesten Kartensatz und segelt über Borgholm/Öland an "Fru
Petersen" vorbei, ("Fru Petersen" ist die unbewohnte Felseninsel Blaa Jungfruen) und
dann besucht ihr die Insel Skäps, ich gebe euch die Koordinaten, nach Oskarshamn
Richtung Blankaholm, ihr werdet es nicht bereuen, nur anlegen kann man nicht auf
Skäps, hinter dem Inselchen ankern, dann mit dem Beiboot rüber“. Bild_37Wir warfen die
Leinen am 10.6. los und segelten über Fehmarn bei West vier nach Gedser. Am nächsten
Tag ging die Reise weiter nach Ystad, Schweden. Von Ystad mit halbem Wind mit fünf
Knoten an Koseberga vorbei, Backbord Richting Simsrishamn. Während dieser
Jahreszeit kann fast rund um die Uhr gesegelt werden, es dämmert um Mitternacht nur
mal kurz und dann geht Klara (Sonne) wieder auf. Die feste Hochdrucklage hielt an und
wir machten Meilen gen Norden, das Bordleben hatte uns im Griff, die Insel Utklippan
vor dem Kalmarsund wurde dank der GPS‐Navigation ohne Probleme gefunden. Der
Kalmarsund ist bei West‐Süd‐West mit mitlaufendem Strom ein Genuss. Der Blister zieht
unsere "Caringa", die Selbsteueranlage braucht nur ganz selten, dank des Langkielers,
arbeiten. Bevor wir Kalmar anlaufen wird eine Nachtpause in Bergvara eingelegt. In
Kalmar wurden uns die Leinen von einem sehr netten Herren angenommen, es stellt
sich heraus, es ist Vetter Carl, so nannte man den Bundespräsidenten Carl Carstens auf
Fehmarn. Er hatte sich seine neue Marieholm 26 nach Kalmar ausliefern lassen und
hatte uns einlaufen sehen. Wir tranken ein Glas Cherrie und klöhnten eine Runde, er
kannte uns von Fehmarn,Bild_41 war bei uns an Bord des damaligen IF‐Boote "Joy" und segelte
danach auch ein IF‐Boot Namens "Lille Öe". Wir legten am nächsten Tag ab, hatten uns
den neuesten Sportboot‐Kartensatz vorher gekauft, nun wurde es spannend, der
Stockholmer Schärengarten, die Schweden nennen diese Löp, Europastraße fünf der
Segler, geht ab Oskarshamn immer gen Nord, ist sehr gut ausgetonnt, aber auch nicht
ganz ungefährlich, die Felsen sind sehr hart, man sollte versuchen nicht aufzulaufen.
Jede Tonne wird abgehakt, die Inselwelt ist bewaldet und landschaftlich ein Traum,Bild_40_copy_copy man
ankert mit Heckanker und legt langsam am Felsen mit dem Bug an.
Eine Kiefer dient meistens als Festmacherpoller oder ein Felsen wird benutzt, lange Leinen sind Voraussetzung. Wir studierten nun die Karten am Liegeplatz und suchten
57°32`700``Nord, 16°39`827``Ost , fanden eine wirklich kleine Insel Namens Skäps auf dem Weg nach Blankaholm, ein Punkt auf der Karte etwas abseits der Fahr‐Rinne. Die Navigation wurde nun noch spannender, aber wir fanden tatsächlich eine ca. einhundert Meter mal einhundert Meter große Insel, mit vier Kiefern bewaldet, auf der einen Seite
ein sehr flach auflaufender großer Felsen, die andere Seite der Insel von Gestrüpp
überwuchert. Ein Anlegen war auf Grund der geringen Tiefe nicht möglich, wir ankerten
auf der Lee‐Seite auf vier Meter Tiefe. Am nächsten Tag wurde das kleine Schlauchboot
aufgepumpt, mit Kamera und einer Dose Bier bewaffnet, pullte ich vorsichtig zur Insel.
Nach dem Runden sah ich den ganz flach ansteigenden Felsen und zog das Beiboot an
Land, kam mir vor wie Robinson Crouso. Die Stille war fast unheimlich, eine völlig vom
Unkraut überwuchernde Landschaft lag vor mir. Bild_39Nach ein paar Schritten, die erste Überraschung: Am Ende des Felsens war eine völlig verfallene kleine Hütte oder die Reste davon zu sehen. Ich musste mich erst ein Mal setzen und überlegte: was kann hier
vor sehr langer Zeit betrieben worden sein, wer hat diese Hütte gebaut, was hat es mit dem flach auflaufenden Felsen zu tun? Meine Neugierde ließ mich nicht los, es wurde in den Resten gestöbert, alte Ziegel, Holzbalken welche mit der Axt behauen waren, dann der Fund!!! In den Resten der Hütte fand ich einen kleinen Speckstein, er war mit einem einfachen Bohrer mit einem Loch versehen, behauen war der Stein auch. Gefunden habe
ich noch ein paar alte handgeschmiedete Nägel, es fiel mir wie Schuppen von den Augen,
es muss eine sehr alte Landestelle von Fischern sein, welche ihre Netze über den flachen
Felsen an Land gezogen hatten, die kleine Insel war ein Mal ein Stützpunkt von Fischern,
längst verfallen und vergessen. Der Stein war sicher ein Beschwerungs‐Stein, er war
beim schleppen der Netze über die Steine zerbrochen und liegengeblieben. Reste eines
alten Eimers aus Holz, innen schwarz und mit Teerresten fand ich, nur die ganze Insel
war völlig zugewuchert, erklommen habe ich den Felsen und sah auf der anderen Seite
unsere "Caringa" unten friedlich vor Anker liegen. Den Stein und einen Nagel habe ich mir in die Tasche gesteckt und bin stolz mit dem Beiboot wieder an Bord gerudert und
habe Lisa von meinem Erlebnis berichtet. Wir blieben noch einen Tag und eine Nacht
und machten uns dann ankerauf weiter gen Norden, kamen aber nur bis Valdemarsviek,
das Wetter verschlechterte sich. Regen und eine Kaltfront kündigte sich an, der Rückweg
war leider anstrengend, immer gegen Strom und Wind, so von Hafen zu Hafen den
langen Kalmarsund runter. Klippan wurde wieder angelaufen und dann nach Listedt
neben Svanecke, Bornholm.Bild_42_copy

 

Hier besuchten wir wieder das Museum von Ip Hansen und was fanden wir? An einer Wand hingen alte Fischernetze aus Garn, schwarz geteert und am unteren Ende hingen in Abständen flache Steine aus Speckstein mit Löchern durchbohrt, nur sie waren noch heil am oberen Netz waren Korkschwimmer angebracht. Mit dem alten Fischer „Ip Hansen“ sprach ich und zeigte ihm meinen Fund und auch den alten Nagel, er bestätigte mir, dass vor hunderten Jahren die Fischer so gefischt hätten. Nun liegt der besondere Stein mit dem Nagel als Briefbeschwerer bei
uns zu Hause.
 Bild_43_copy_copy

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