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ÄGYPTEN - Geschichte und Gegenwart!

 

ÄGYPTEN - Geschichte und Gegenwart!

(Nilkreuzfahrt und Badeurlaub)

Schon lange war es der Wunschtraum meiner Frau, die altägyptischen Sehenswürdigkeiten in diesem sagenhaften Land am Nil zu besichtigen. Über ein Jahr dauerte die Vorbereitung der 14-tägigen Reise zur Jahreswende 2003/2004. Die Buchung erfolgte über ein Reisebüro, das nur im Internet vertreten war und natürlich ein gewisses Risiko darstellte. Wir wurden aber nicht enttäuscht.

 

 

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Von Hannover flogen wir in ca. 4 Stunden nach Hurghada am Roten Meer. In unserem sehr gastfreundlichen und gemütlichen Hotel MOON VALLEY fühlten wir uns sofort sehr wohl. Durch die besondere Anordnung der Hotelzimmer ergab sich eine Gartenanlage mit einem türkisfarbenen Swimming-Pool, die mich in ihrem harmonischen Arrangement an eine Oase mit einer bunten Pflanzen- und Blütenvielfalt erinnerte. Mit seiner Kamera habe ich dieses kleine Paradies förmlich erobert. Genauso wie ich mich als Fotograf an den anhänglichen und schlanken Hauskatzen erfreut habe.

So konnten wir uns drei Tage lang in Ägypten akklimatisieren und uns auf Land und Leute einstellen. Wir waren sehr angenehm von der ''geschäftstüchtigen'' Freundlichkeit überrascht und nahmen dafür die unübersehbaren Schutzmaßnahmen der ägyptischen Touristen-Polizei gerne in Kauf. Uns gab das ein relatives Gefühl der Sicherheit, als wir im Polizei-Konvoi durch die östliche Wüste im Eiltempo die Strecke von Hurghada über Safaga nach Luxor zurücklegten.

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Mit dem Einchecken in das Viersterne-Nilkreuzfahrtschiff CORAL I, das in Luxor auf uns wartete, begann das historische Abenteuer, das über eine Woche andauern sollte und uns zu den altägyptischen Tempeln an beiden Nilufern auf dem Weg nach Assuan führte. Für das gute Gelingen war in entscheidendem Maße ein junger ägyptischer Reiseleiter, der hervorragend Deutsch sprach, verantwortlich. Er begleitete uns während der gesamten Reise und beantwortete bereitwillig unsere vielfältigen Fragen.

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Zur Einstimmung in die altägyptische Geschichte besuchten wir das Tal der Könige, das in West-Theben auf dem westlichen Nilufer nördlich von Luxor liegt. Dort konnten wir mehrere Königsgräber, die während des Neuen Reiches tief in den Felsen angelegt wurden, besichtigen. Als ein sehr imposantes Bauwerk lernten wir den Tempel der Königin Hatschepsut kennen, der am Fuß der steilen Felswand des Wüstengebirges liegt.Von dieser Anlage hat man einen sehr guten Blick auf die gegenüberliegende Seite des Nils, wo sich die riesige Tempelanlage von Karnak befindet. Diese haben wir am nächsten Tag besucht. In vielen Gräbern des alten Ägypten fanden sich Alabaster-Gefässe. Die altertümliche Fertigung kann heute noch in zahlreichen Alabaster-

werkstätten, die sich im nahegelegenen El-Qurna befinden, bewundert werden.

 

 

Karnak ist die größte Tempelanlage Ägyptens und liegt 3 km nördlich von Luxor. Sie umfasst in der Hauptsache den Großen Amun-Tempel, das Heiligtum des Chons, sowie einen Felstempel Thutmosis'lll. Die Pylone (die großen Eingangstore) sind genauso atemberaubend wie die gewaltigen 134 Säulen im Großen Säulensaal des Amun-Tempels. Einen wirklichen Kontrast stellen die beiden Obeliske der Königin Hatschepsut dar, die sehr schöne Motive mit einzelnen Palmen im Hintergrund ermöglichen. Der berühmte Pharao Ramses 11. (1290 - 1224 v. Chr.) ließ den Säulensaal bauen, der einen der großartigsten Werke der Architekturgeschichte darstellt.

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Der Tempel von Luxor befindet sich mitten in Luxor und liegt am östlichen Nilufer. Ursprünglich war er durch eine Sphinx-Allee mit der Tempelanlage von Karnak verbunden. Reste davon sind noch heute in der Nähe beider Sehenswürdigkeiten zu finden. Bemerkenswert ist, dass einer der beiden Obeliske, die sich vor dem Eingangspylon des Luxor-Tempels befanden, von den Franzosen im Jahre 1836 auf dem Place de la Concorde in Paris aufgestellt wurde. Ausgewählte Fotos dieser interessanten Besichtigungen im Großraum von Luxor befinden sich in der ''Fotogalerie'' unter dem Titel ''Altägyptische Sehenswürdigkeiten''.

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Nach diesen eindrucksvollen Lektionen in altägyptischer Geschichte konnte nun unser Hotelschiff in Luxor ablegen und stromaufwärts - vorbei an den Schleusen von Esna und Edfu - in Richtung Assuan fahren. Vor uns lag eine Strecke von ca. 200 km. Das Treiben am Ufer und die ''Fliegenden Händler" auf dem Nil ergaben genauso überraschende Momente wie der Besuch des arabischen Basars in Assuan. Natürlich fanden die Tempel der Ptolemäerzeit (332 - 30 v. Chr.), wie Edfu, Kom Ombo und Philae auf einer Insel im Nasser-See bei Assuan auch weiterhin unser Interesse. Aber immer mehr fesselten uns die Menschen in ihrer Armut, was sich insbesondere an den bettelnden Kindern zeigte. Sie begleiteten uns an Land auf Schritt und Tritt. Für mich waren sie beispielhafte ''Fotomotive'', wie sie mir bereits vor mehr als 30 Jahren in Südamerika begegnet sind. Ausgewählte Beispiele finden sich in der ''Fotogalerie'' unter dem Titel ''Menschen und Kinder in Ägypten''.

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Die Besichtigung der beiden Staudämme bei Assuan und der Nasser-See zeigte uns technische Spitzenleistungen des modernen Ägypten. Der Versuch aus der offensichtlichen Armut herauszukommen ist unübersehbar und zeigt sich in den großen Bestrebungen, den Tourismus zu fördern und den Besuchern den Aufenthalt in Ägypten - trotz der vermeintlichen Terrorismusgefahr - sehr angenehm zu gestalten. Es fiel uns auch immer wieder auf, wie viele Schulklassen und teilweise auch Kinder aus Kindergärten mit ihren Betreuern und Lehrern, die sich unentgeltlich zur Verfügung stellten, die altägyptischen Denkmäler besichtigten. Das Bildungsinteresse der Ägypter ist offensichtlich sehr groß und steht damit ganz sicher im Gegensatz zu dem der Schwarzafrikaner.

Die Heimreise von Assuan nach Luxor ging relativ schnell vonstatten . Uns wurde als besonderes Highlight noch das aufwendige Silvester-Dinner mit dem entsprechenden Rahmenprogramm auf dem Nilkreuzfahrtsschiff CORAL I geboten. Auf demselben Wege durch die Östliche Wüste gelangten wir im Polizei-Konvoi wieder in unser Hotel MOON VALLEY in Hurghada am Roten Meer. Dort verbrachten wir nochmals drei entspannte Tage, bevor wir voller Begeisterung über unsere ägyptischen Erlebnisse und mit nahezu 400 DlA-Aufnahmen nach Hannover flogen. Da wir unsere erste Priorität auf die altägyptische Geschichte gelegt hatten, kam leider das Schnorcheln und Tauchen im Roten Meer etwas zu kurz. Deshalb planen wir in ein paar Jahren im freundlichen Hotel MOON VALLEY zu überwintern, da die Lage im Stadtzentrum und der nahe Strand mit der preisgünstigen Tauchschule ideal für unsere geplanten Unternehmungen sein werden.

 

Fotos und Text: Klaus Metzger

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